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Wechseljahre – auch die Zähne sind gestresst

Wechseljahre – auch die Zähne sind gestresst

Die Wechseljahre der Frau sind ein Prozess, der sich über einen längeren Zeitraum erstreckt und mit einer großen hormonellen Umstellung einhergeht. Die körperlichen Symptome wirken sich allerdings ganz unterschiedlich stark ausgeprägt auf jeden aus und hängen mit der sinkenden Produktion des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen zusammen.

Typisch für viele Frauen in den Wechseljahren sind zum Beispiel Schlafstörungen oder Hitzewallungen.

Doch wie sieht es mit Auswirkungen auf die Zähne aus?

Laut einer Spezialistin für Zahnerhaltung und Parodontologie an der Uniklinik Wien sei der sinkende Östrogenspiegel verantwortlich für eine Abnahme der Knochendichte, der so genannten Osteoporose. Außerdem würde auch die Schmerzempfindung im Mund unter hormonellem Einfluss stehen. Ein Ungleichgewicht der Hormone führe im Mund unter anderem zu Mundgeruch, Zahnfleischentzündungen, Mundtrockenheit und weiteren Beschwerden. Dieser Zusammenhang sollten dementsprechend fachgerecht behandelt werden.

Irrtümer der Zahnpflege

Irrtümer der Zahnpflege

Auch in der Zahnmedizin steht die Wissenschaft nicht still – so sind manche Regeln über Zahnpflege mittlerweile so veraltet, dass sie bestenfalls als Mythen bezeichnet werden können.

  1.  „Nach dem Essen sofort Zähne putzen“: Vor allem nach säurehaltigen Mahlzeiten sollten Sie mindestens eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen warten, damit der Zahnschmelz nicht zu sehr strapaziert wird.
  2. „Elektrische Zahnbürsten sind am besten“: Die Putztechnik ist wichtiger als die Wahl der Zahnbürste.
  3. „Kreisbewegungen säubern die Zähne am besten“: Besser sind Rüttelbewegungen, bei denen auch Bakterien aus dem Zahnzwischenräumen und Zahnfleischtaschen erreicht werden.
  4. „Von Zucker bekommt man Karies“: Zucker schädigt die Zähne nur indirekt, indem er Bakterien eine gute Grundlage bietet.
  5. „Harte Zahnbürsten sind gut für’s Zahnfleisch“: Ist die Zahnbürste zu hart, kann sie das empfindliche Zahnfleisch verletzen, was wiederum zu Parodontose führen kann. Weiche oder mittelharte Zahnbürsten sind besser.
  6. „Tee ist schlecht für die Zähne“: Vor allem Schwarztee führt zwar zu Verfärbungen der Zähne, greift aber den Zahnschmelz nicht an.
  7. „Milchzähne fallen ohnehin aus, die Pflege ist nicht so wichtig“: Auch wenn die Milchzähne nicht dauerhaft erhalten bleiben, haben Schäden an den Milchzähnen oft Konsequenzen für die nachfolgenden Zähne.
  8. „Einen Apfel essen ersetzt Zähneputzen“: Auch wenn ein Apfel durchaus gesund ist und oberflächliche Beläge von den Zähnen holen kann, erreicht er nicht die Zahnzwischenräume. Außerdem enthält er Säuren und Fruchtzucker, die wiederum den Zahnschmelz angreifen.

SARS-CoV-2 beeinträchtigt auch das Mundgefühl

SARS-CoV-2 beeinträchtigt auch das Mundgefühl

Eine Studie belegt die chemosensorischen Störungen durch SARS-CoV-2.

Nicht nur der Geruchs- und Geschmackssinn ist beeinträchtigt, sondern auch die Mundschleimhaut wird empfindlicher. Die Probanden erhielten Minze und Menthol oder Chili, um einen Mundreiz durch kühle oder scharfe Lebensmittel zu setzen. Aus dem Fragebogen ergab sich, dass alle gemessenen Werte sich unter COVID-19 verschlechterten. Am meisten war der Geruchsinn beeinflusst, als zweites der Geschmack und schließlich nahm auch die Sensorik des Mundgefühls ab.

Quelle: Parma, V. et al. 2020 on medrxiv Preprint Server: More than smell. COVID-19 is associated with severe impairment of smell, taste, and chemesthesis